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Stimmen von drüben – 60 Jahre Tonbandstimmen-Forschung

Im September vor 60 Jahren wurde die erste Stimme aus dem Jenseits vernommen und sogar aufgezeichnet. Es war eigentlich keine “Tonbandstimme” (so nannte man die Aufnahmen von drüben später), da frühe Magnetofone anscheinend mit einem Draht arbeiteten.

Im Labor für experimentelle Physik der katholischen Universität Mailand saßen an jenem 12. September 1952 Pater Agostino Gemelli – Gründer der Universität und Präsident der Päpstlichen Akademie – und Pater Pellegrino Ernetti, Physiker und Spezialist für polyphone Musik aus Venedig. Die beiden wollten aus benediktinischen Chorälen Harmonien herausfiltern, aber das war mit der damaligen Ausrüstung schwierig, und immer wieder riss der Draht. Und Gemelli riss der Geduldsfaden.

Vor ein paar Jahren war sein Vater gestorben, und seither rief er ihn immer wieder an. Also rief er auch nun: “Oh! Papa, hilf mir!” Nach der erfolgten Reparatur hörten sich die beiden Patres die Aufnahme erneut an, doch anstatt des Chorals vernahmen sie verblüfft eine deutliche Stimme: “Aber sicher helfe ich dir, ich bin immer bei dir!”

Was für ein Schock! Sie machen sich wieder an die Arbeit, und beim nächsten Abhören klingt es so: “Aber ja, zuccone, begreifst du nicht, dass ich es bin?” Zuccone, das war der Kosename des Vaters für den kleinen Agostino. Die beiden Patres zögern nicht und gehen zum Papst. Pius XII. aber beruhigt sie. Er soll gesagt haben: “Mein lieber Pater, bleiben Sie ruhig! Dies ist ein streng wissenschaftliches Faktum und hat mit dem Spiritismus nichts zu tun. Der Apparat ist objektiv, man kann ihn nicht beeinflussen. Diese Erfahrung könnte den Anfang neuer wissenschaftlicher Studien bedeuten, die den Glauben an das Jenseits bestätigen könnten.” (Die Episode hat übrigens François Brune in seinem Buch ‘En direct de l’au-delà’ erzählt, das er mit Rémy Chauvin geschrieben hat und 1996 erschienen ist.).

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Konstantin Raudive – Pionier auf dem Gebiet der TK

Konstantin Raudive

Konstantin Raudive (lettisch Konstantīns Raudive; * 30. April 1909 in der Gemeinde Asūne bei Dagda, Lettland; † 2. September 1974 in Bad Krozingen) war ein lettischer Parapsychologe, Schriftsteller und Übersetzer.[1]

Inhaltsverzeichnis

1 Leben

2 Werke (Auswahl)

3 Literatur

4 Weblinks

5 Einzelnachweise

Leben

Raudive, aus einer katholischen Bauernfamilie, besuchte das Gymnasium Krāslava und ein Priesterseminar in Riga. Er studierte Psychologie in Paris, Madrid und Edinburgh. Er soll auch bei Carl G. Jung studiert haben.[2] Nach Aufenthalten in Italien und Finnland kehrte er 1938 nach Lettland zurück.

Er war Professor für Psychologie an der Universität Riga und vertrat unter anderem nationalsozialistisches Gedankengut.[3] Vor der Rück-Eroberung Lettlands durch die Russen 1944 floh er mit der Schriftstellerin Zenta Mauriņa über Schlesien und das Erzgebirge nach Detmold. Dort heirateten beide im Jahr 1946. Schließlich wanderten sie nach Schweden aus, wo Raudive Professor an der schwedischen Universität Uppsala wurde.[4] 1965 wurde das Ehepaar dann in Bad Krozingen wohnhaft.

Angeregt durch Friedrich Jürgenson, den er Mitte der 1960er Jahre in Schweden aufsuchte,[5] erforschte Raudive während seiner letzten zehn Lebensjahre in Deutschland das Elektronische Stimmen-Phänomen (EVP) und war auf diesem Fachgebiet führend. Mit Hilfe eines Physikers und eines Elektronikers speicherte er unter strengen Laborbedingungen etwa 72.000 „Totenstimmen“ (Raudive Voices) auf Tonband. Er veröffentlichte etliche Bücher, in denen er dieses Phänomen dokumentierte und erläuterte.[6]

Sein Nachlass (oder Teile) befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach.[7]

Werke (Auswahl)

Die Memoiren des Sylvester Perkons. Bd. 1 – 3. Westheim/Ziemetshausen: Wiborada Verl., 1947 -1949

Der Chaosmensch und seine Überwindung. Memmingen/Allg.: Dietrich, 1951

Das unsichtbare Licht. Zürich: Thomas-Verl., 1956

Asche und Glut. [Aus d. lett. Ms.] ins Dt. übertr. von Zenta Maurina. Memmingen/Allgäu: Dietrich, 1961

Helligkeit und Zwielicht: die Aufzeichnungen d. Bildhauers Sylvester Perkons. [Berechtigte Übertr. aus d. Lett. von Zenta Maurina]. München: Jolis Verl. Lenz, 1966

Unhörbares wird hörbar. [Hauptwerk] nebst Stimmenbeispiele, Kommentar: Wortlaut d. Stimmen, Erklärungen d. Experimentators [u.] Stimmenbeipiele, Schallplatte. Remagen: Verl. Der Leuchter Reichl, 1968 – [1969]

Überleben wir den Tod?: neue Experimente mit d. Stimmenphänomen. Remagen: Verl. Der Leuchter Reichl, 1973. ISBN 3-87667-035-7

Der Fall Wellensittich: Untersuchungsbericht zur Frage d. Medialität bei sprechenden Vögeln. Zsgest. u. erg. von Annemarie Morgenthaler. Remagen: Verl. Der Leuchter Reichel, c1976. ISBN 3-87667-043-8

Literatur

Zenta Mauriņa (Hrsg.): Konstantin Raudive zum Gedächtnis, Verlag Dietrich, Memmingen 1975, ISBN 3871640727 bzw. ISBN 9783871640728

Weblinks

Literatur von und über Konstantin Raudive im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Werksverzeichnis bei Google Bücher

Einzelnachweise

Maximilian Dietrich (Hrsg.): Zenta Mauriņa. Briefe aus dem Exil (1945-1951), Verlag Dietrich, Memmingen 1980, Seite 152 (Auszug)

Lars A. Fischinger: Der Blick ins Jenseits, Band 2, 2004, Seite 18 (Digitalisat)

zum Beispiel in Konstantīvs Raudive: Dzīves kultūrai. Mūsdienu cilvēka problēmas. K. Rasiņa apgāds: Rīga, 1942., (Leben für die Kultur. Probleme des heutigen Menschen, geschrieben 1938-1939) Seite 147: Nacionālsociālistiskais pasaules uzskats atbilst visdziļākajai cilvēka dabai un cilvēkā izraisa viņā dusošus spēkus, kas ved pie augstākas tikumiskas un rakstura attīstības pakāpes. Tā nacionālsociālisms, cīnoties par augstākām nacionālām vērtībām, cīnās arī par atsevišķa cilvēka rakstura vērtībām. Jo atsevišķais tautas loceklis ir vērtīgāks, jo nacionālais gods neievainojamāks. To ievērojot, kļūst saprotama arī mācība par rases tīrību. Jo tīrāka rase, jo vērtīgāks tās atsevišķais loceklis. Dabas griba ir, lai cilvēks tiektos aizvienu pēc augstākas attīstības pakāpes. Nacionālsociālisms atbalsta un nostiprina šo pašā dabā dibināto dziņu. Nacionālsociālisma mācības uzvara izskaidrojama ar to, ka tā dziļāk un pareizāk nekā iepriekšējās sociālās mācības, izpratusi cilvēka dabu gan nacionālā, gan vispārīgā nozīmē.”

Irene Mellis: Wege der Freundschaft. 32 Jahre mit Zenta Maurina, Verlag Dietrich, Memmingen 1999, ISBN 3871641324, bzw. ISBN 9783871641329

Bericht über die Raudives Zusammenarbeit mit Jürgenson

Brian Schill: Stalking Darkness, 2008, ISBN 0981541801 bzw. ISBN 9780981541808Seite 518 (Digitalisat)

Die Nachlässe und Sammlungen des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Bände 1-2, Deutsche Schillergesellschaft, 1999, ISBN 3929146851 bzw.