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Mein Test der FLUX Ghost Box RIFT GB-RIFT von “Ghost Hunting Apps for Windows”

Hier wiedermal ein Testbericht über die heute neu erschienene Windows “App” –
FLUX Ghost Box GB-Rift

Steve Huff hat hier vorab seinen eigenen Testbericht auf Youtube publiziert:

Die App ist für 29$ beim Entwickler zu beziehen: http://www.ghosthunterapps.com/flux-gb-rift.html

Nach Download und entpacken der App sowie einem ersten Testen kamen recht sonderliche Sprachschnipsel zum Vorschein. Halloween time has come!

Schön gemacht, ohne viel Schnickschnack, kommt jedoch mit 130MB daher. Warum? Nachdem ich technisch auch sehr interessiert bin, habe ich mir die Innereien dieser wundersamen App angeschaut. Den meisten Teil macht das zip-Archiv, welches in der Installationsroutine mit aufgerufen wird, aus und vereinnahmt fast den ganzen Teil des kompletten Downloads. Dieses wird dann nach Installation (irgendwo) auf der Festplatte entpackt. Es handelt sich hier um 12453 Audiofiles im MP3 Format! Vom ausgelesenen Algorhythmus her ist es jedoch sehr simpel gestrickt, macht es doch nichts anderes als eine random (also zufällige) Datei im MP3 Format zu laden und dann in der App abzuspielen.

Habe mich durch mehrere Audiofiles manuell durchgehört und interessanterweise auch mehrere Dubletten gefunden, die gerade die von Steve Huff so geliebten Namen wiedergibt, als da wäre: Lily, Brandon, usw. Ein Schelm, der da böses vermutet. Man muß hier beachten, daß die Audiofiles natürlich ein gespenstisches Hintergrundgeräusch haben und dazu gesprochene Wörter in weiblicher und männlicher Sprache, womöglich mit einem Stimmenverzerrer in tagelanger Arbeit erstellt und abgespeichert, geht bestimmt auch automatisiert 🙂

Ja, es kommt schon was rüber von dieser “App”, nachdem ich aber den doch so simplen Hintergrund dieser Software kenne, ist es für mich leider nur eine ggfls. zufällige Wiedergabe von Audiofiles und Wörtern, die öfters mal zusammengenommen Sinn ergeben (können), sind aber nur Wortfetzen. Deshalb, wer das Video von oben noch nicht gesehen hat, sollte es sich mit der nötigen “Distanz” anschauen. Auch die längeren Sätze (ok, sind ja meist nur maximal 5 Wörter) finden sich jedoch auch in der MP3 Datei als “kompletter” Satz wieder.

Ich will diese App jetzt nicht kaputtreden, aber die 29$ sind ggfls. in andere Gerätschaften sinnvoller investiert. 29$ für 12000 Audiofiles ist natürlich auf der anderen Seite auch wieder günstig 😉

Von mir gibt es dafür leider nur 2 von 5 Sternen für die Funktionsweise als solche …

In der Kürze liegt (meistens nicht) die Würze

Wieviel Interpretation in EVP Nachrichten ist möglich, sinnvoll oder sogar gefährlich?

Bei meinen vielen Tests muß ich mich sehr oft wieder “zurückfahren”, um nicht in Euphorie auszubrechen, wie schnell und gut doch manche “Kontakte” funktionieren.

Dennoch sollte sich jeder von uns die Frage stellen, ob die Nachrichten, die meistens ein- oder zweisilbig daherkommen, im Zusammenhang mit der (mental) gestellten Frage stehen oder aber willkürlich auftauchen.

Ich warne hier vor allen Dingen vor den sog. “Ghost Apps”, die es mittlerweile zuhauf gibt. Die sog. “Voice Readings”, die also aus dem (teils nicht vorhandenem) Äther gefiltert werden und lediglich als “Wortblock” dargestellt werden, sind hier besonders nüchtern zu betrachten. Es gilt immer eine Plausibilitätsfrage zu stellen oder aber eine so gezielte Frage, die nur EINE Antwort zuläßt, um ganz einfach “Zufälle” auszuschließen.

Es mögen witzige “Gimmicks” sein, die mancher App-Entwickler hier teils kostenlos, teils kostenpflichtig zum Download zur Verfügung stellt, aber viele davon sind weder real noch von irgendeinem Nutzen.

In Zeiten der Bequemlichkeit, nur noch mit dem Smartphone oder Handy in der Weltgeschichte herumzulaufen, scheint es so, als wenn man von den traditionellen “Kontaktgeräten” wegkommen WILL. Ich gebe zu, Tonbandstimmen sind mit der herkömmlichen Methode zeitintensiv. Die Aufnahme, das Überspielen auf den PC, das langwierige Filtern der Geräusche, das Anheben des Pegels, Pitch, Geschwindigkeit, all das nur, um vielleicht 1-5 Sekunden an Ergebnissen in Händen oder im Computer zu haben. Dennoch: der Aufwand lohnt, wenn man die Sache ernst nimmt und nach Hinweisen fragt. Aber auch hier der Hinweis, daß man sehr gut differenzieren muß, welche Nachrichten man für “bare Münze” nimmt. Es gibt nun auch verschiedene Entitäten, das steht außer Frage.

Hinterfrage deshalb ALLES! Für den Anfänger und  Laien sind bei den ersten Versuchen die Erwartungshaltungen derart hoch, daß VIELES zu klappen scheint. Aber Vorsicht vor allzu großer (Hinein-)Interpretation!

Die Geistwesen scheinen es auch nicht zu mögen, wer aus diesen Kontakten bare Münze schlagen will oder sich persönlich zu sehr in die Öffentlichkeit drängt mit seinen Erfahrungen und der damit verbundenen Zurschaustellung. Der Wunsch nach Kontakt von drüben nach hier ist definitiv da. Es liegt an uns, dieses wertzuschätzen und auch sorgsam damit umzugehen.

Deshalb meine Bitte an alle, seid kritisch, hinterfragt alle Dinge und setzt nicht alles gleich auf die Karte des Übernnatürlichen, vieles hat auch seinen Ursprung im irdischen Bereich. Ein sehr gutes Beispiel sind die Einspielmethoden mittels Meeresrauschen und dem Brechen der Wellen. Hier ist VIEL Interpretation möglich, wenn man dies im Anschluß am PC filtert. Würde man hier eine 10 Minuten Aufnahme machen, so stellt sich heraus, daß immer dann, wenn das “Trägergeräusch” wieder einen Loop (also eine Wiederholung) einlegt, auch die “Transnachricht” sich 1:1 wiederholt. Und das ohne irgendeine Abweichung in der Länge, Höhe, Tonlage, Nachrichteninhalt