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In der Kürze liegt (meistens nicht) die Würze

Wieviel Interpretation in EVP Nachrichten ist möglich, sinnvoll oder sogar gefährlich?

Bei meinen vielen Tests muß ich mich sehr oft wieder “zurückfahren”, um nicht in Euphorie auszubrechen, wie schnell und gut doch manche “Kontakte” funktionieren.

Dennoch sollte sich jeder von uns die Frage stellen, ob die Nachrichten, die meistens ein- oder zweisilbig daherkommen, im Zusammenhang mit der (mental) gestellten Frage stehen oder aber willkürlich auftauchen.

Ich warne hier vor allen Dingen vor den sog. “Ghost Apps”, die es mittlerweile zuhauf gibt. Die sog. “Voice Readings”, die also aus dem (teils nicht vorhandenem) Äther gefiltert werden und lediglich als “Wortblock” dargestellt werden, sind hier besonders nüchtern zu betrachten. Es gilt immer eine Plausibilitätsfrage zu stellen oder aber eine so gezielte Frage, die nur EINE Antwort zuläßt, um ganz einfach “Zufälle” auszuschließen.

Es mögen witzige “Gimmicks” sein, die mancher App-Entwickler hier teils kostenlos, teils kostenpflichtig zum Download zur Verfügung stellt, aber viele davon sind weder real noch von irgendeinem Nutzen.

In Zeiten der Bequemlichkeit, nur noch mit dem Smartphone oder Handy in der Weltgeschichte herumzulaufen, scheint es so, als wenn man von den traditionellen “Kontaktgeräten” wegkommen WILL. Ich gebe zu, Tonbandstimmen sind mit der herkömmlichen Methode zeitintensiv. Die Aufnahme, das Überspielen auf den PC, das langwierige Filtern der Geräusche, das Anheben des Pegels, Pitch, Geschwindigkeit, all das nur, um vielleicht 1-5 Sekunden an Ergebnissen in Händen oder im Computer zu haben. Dennoch: der Aufwand lohnt, wenn man die Sache ernst nimmt und nach Hinweisen fragt. Aber auch hier der Hinweis, daß man sehr gut differenzieren muß, welche Nachrichten man für “bare Münze” nimmt. Es gibt nun auch verschiedene Entitäten, das steht außer Frage.

Hinterfrage deshalb ALLES! Für den Anfänger und  Laien sind bei den ersten Versuchen die Erwartungshaltungen derart hoch, daß VIELES zu klappen scheint. Aber Vorsicht vor allzu großer (Hinein-)Interpretation!

Die Geistwesen scheinen es auch nicht zu mögen, wer aus diesen Kontakten bare Münze schlagen will oder sich persönlich zu sehr in die Öffentlichkeit drängt mit seinen Erfahrungen und der damit verbundenen Zurschaustellung. Der Wunsch nach Kontakt von drüben nach hier ist definitiv da. Es liegt an uns, dieses wertzuschätzen und auch sorgsam damit umzugehen.

Deshalb meine Bitte an alle, seid kritisch, hinterfragt alle Dinge und setzt nicht alles gleich auf die Karte des Übernnatürlichen, vieles hat auch seinen Ursprung im irdischen Bereich. Ein sehr gutes Beispiel sind die Einspielmethoden mittels Meeresrauschen und dem Brechen der Wellen. Hier ist VIEL Interpretation möglich, wenn man dies im Anschluß am PC filtert. Würde man hier eine 10 Minuten Aufnahme machen, so stellt sich heraus, daß immer dann, wenn das “Trägergeräusch” wieder einen Loop (also eine Wiederholung) einlegt, auch die “Transnachricht” sich 1:1 wiederholt. Und das ohne irgendeine Abweichung in der Länge, Höhe, Tonlage, Nachrichteninhalt

Tonbandstimmen

Tonbandstimmen

Anhänger des Spiritismus sind davon überzeugt, “Geister zu beschwören, ihnen Fragen zu stellen und geistlose Antworten zu bekommen”, schreibt der amerikanische Aberglauben-Aufklärer James Randi in seinem “Lexikon der übersinnlichen Phänomene” lapidar. Als Resonanzgeräte für den heißen Draht ins Jenseits werden traditionell Tische, Ouija-Bretter, umgedrehte Gläser oder eben auch Tonbandgeräte hergenommen – letztere seit 1959, als der Schwede Friedrich Jürgenson im Garten seines Hauses Vogelstimmen aufnahm, beim Abspielen aber plötzlich den Satz “Friedrich, du wirst beobachtet!” zu vernehmen glaubte. “Ich spürte ein überwältigendes Verlangen, einen Kontakt mit jemand oder etwas Unbekanntem herzustellen”, erzählte Jürgenson später. Der Schwede war davon überzeugt, dass die Stimme auf dem Tonband transzendentaler Natur sei, also von “Drüben” komme. Gemeinsam mit dem in Deutschland lebenden Konstantin Raudive und dem Engländer Colin Smythe begründete Jürgenson die Tonbandstimmenforschung, eine Art Existenzphilosophie moralisch-pseudoreligiösen Inhalts. Denn wirklich brauchbare Informationen sind den größtenteils nur bruchstückhaften und sehr schwer hörbaren “Einspielungen” der modernen Spiritisten nicht zu entnehmen; die “Geister” stammeln meistens so einsilbig daher, als sei es im Jenseits etwa so spannend wie ein “Ballermann”-Urlaub im Winter. Jedenfalls wissen wir immer noch nicht, wer Jack the Ripper war oder wie Uwe Barschel starb.

“Hörst du mich in deinem dunklen Raum?”

Möglicherweise liegt das daran, dass “Tonbandstimmen” mitnichten Äußerungen von Verstorbenen oder höheren Wesen sind, sondern nur ein Phänomen unserer begrenzten und fehlbaren Sinneswahrnehmung. Experten kennen zwei Methoden der Tonbandstimmenforschung: “Die erste besteht darin, dass man das Tonbandgerät (natürlich ist auch ein Kassettenrekorder geeignet) mit einem Mikrophon verbindet und auf ,Aufnahme’ stellt. Dann stellt man eine Frage, etwa “Hörst du mich in deinem dunklen Raum?’, und lässt das Band weiterlaufen, 15, 20 oder auch mehr Sekunden. Nun spult man zurück bis zum Startpunkt und hört sich das Band an – nicht einmal, nein, mehrmals, bis zu 15-mal, denn man muss sich einhören” (zit. nach Gertler/Mattig (1992), S. 77f.). Die zweite Methode besteht darin, das Tonbandgerät an ein Radio anzuschließen und das so genannte weiße Rauschen einer nicht vergebenen Frequenz auf Mittel- oder Kurzwelle aufzunehmen und anschließend konzentriert nach “Botschaften” abzuhören.

Wer suchet, der findet

Wer suchet, der findet natürlich auch – allerdings keine Geisterstimmen. Aber was dann? Sagen wir einfach: Geräusche, die auf mindestens drei verschiedene Arten zustande kommen können:

via

Stimmen von drüben – 60 Jahre Tonbandstimmen-Forschung

Im September vor 60 Jahren wurde die erste Stimme aus dem Jenseits vernommen und sogar aufgezeichnet. Es war eigentlich keine “Tonbandstimme” (so nannte man die Aufnahmen von drüben später), da frühe Magnetofone anscheinend mit einem Draht arbeiteten.

Im Labor für experimentelle Physik der katholischen Universität Mailand saßen an jenem 12. September 1952 Pater Agostino Gemelli – Gründer der Universität und Präsident der Päpstlichen Akademie – und Pater Pellegrino Ernetti, Physiker und Spezialist für polyphone Musik aus Venedig. Die beiden wollten aus benediktinischen Chorälen Harmonien herausfiltern, aber das war mit der damaligen Ausrüstung schwierig, und immer wieder riss der Draht. Und Gemelli riss der Geduldsfaden.

Vor ein paar Jahren war sein Vater gestorben, und seither rief er ihn immer wieder an. Also rief er auch nun: “Oh! Papa, hilf mir!” Nach der erfolgten Reparatur hörten sich die beiden Patres die Aufnahme erneut an, doch anstatt des Chorals vernahmen sie verblüfft eine deutliche Stimme: “Aber sicher helfe ich dir, ich bin immer bei dir!”

Was für ein Schock! Sie machen sich wieder an die Arbeit, und beim nächsten Abhören klingt es so: “Aber ja, zuccone, begreifst du nicht, dass ich es bin?” Zuccone, das war der Kosename des Vaters für den kleinen Agostino. Die beiden Patres zögern nicht und gehen zum Papst. Pius XII. aber beruhigt sie. Er soll gesagt haben: “Mein lieber Pater, bleiben Sie ruhig! Dies ist ein streng wissenschaftliches Faktum und hat mit dem Spiritismus nichts zu tun. Der Apparat ist objektiv, man kann ihn nicht beeinflussen. Diese Erfahrung könnte den Anfang neuer wissenschaftlicher Studien bedeuten, die den Glauben an das Jenseits bestätigen könnten.” (Die Episode hat übrigens François Brune in seinem Buch ‘En direct de l’au-delà’ erzählt, das er mit Rémy Chauvin geschrieben hat und 1996 erschienen ist.).

via grenz|wissenschaft-aktuell: Stimmen von drüben – 60 Jahre Tonbandstimmen-Forschung

Transkommunikation. Einspielung mit dem Mikrofon

Transkommunikation mit der Mikrofon-Methode

Die Mikrofon-Methode ist vermutlich die einfachste Verfahrensweise, um mittels Transkommunikation Stimmen aus dem Jenseits einzufangen und mit einem Verstorbenen in Kontakt zu treten.

Da diese Methode nur ein Aufnahmegerät und ein Mikrofon benötigt, ist sie ideal für Einsteiger geeignet, um erste Versuche im Bereich der Transkommunikation durchzuführen.

In einem Raum, in dem eine „normale“ Geräuschkulisse herrscht, schaltet man das Gerät auf Aufzeichnung und lässt es über einige Zeit im Aufnahmemodus laufen. Anschließend wertet man das Aufgenommene sorgfältig aus.

Sequenzen, hinter denen sich eine Mitteilung verbergen könnte, werden immer wieder abgehört, solange bis man die Mitteilung versteht.

Wichtig ist, dass es in dem Raum, in dem die Aufnahme durchgeführt wird, nicht komplett still ist, denn bei absoluter Stille können keine Tonbandstimmen